Sachsen

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Land

Sachsen grenzt an die Bundesländer Brandenburg im Norden, Sachsen-Anhalt im Nordwesten, Thüringen im Westen und Bayern im Südwesten sowie an Tschechien im Süden und Polen im Osten. Die Hauptstadt ist Dresden.

Geschichte

Das Kernland Sachsens ist die Mark Meißen, die 929 gegen die Slawen gebildet worden war und bis ins 12. Jahrhundert völlig eingedeutscht wurde. Die Wettiner wurden 1089 Markgrafen von Meißen und erwarben 1423 das Kurfürstentum Sachsen-Wittenberg (Kursachsen). Durch die Teilung von 1485 entstanden die Linien der Ernestiner, die das Wittenberger Land mit der Kurwürde und den größten Teil Thüringens erhielten, und der Albertiner, denen die Mark Meißen und das nördliche Thüringen zugesprochen wurde. Die Ernestiner traten an die Spitze der deutschen Protestanten. Während sie ihren thüringischen Restbesitz durch viele Teilungen zersplitterten, erwarb das nunmehrige albertinische Kursachsen 1635 die Lausitz. August der Starke trat 1697 zum Katholizismus über und erlangte dadurch die polnische Königskrone. Er machte Dresden zu einer der schönsten Kunststädte des Barocks. Durch engen Anschluss an Napoleon I. wurde Kursachsen 1806 zum Königreich Sachsen erhoben, musste jedoch 1815 die ganze nördliche Landeshälfte an Preußen abtreten. Der Umsturz vom November 1918 machte Sachsen zum Freistaat. Nach dem II. Weltkrieg wurde es zum Land Sachsen in der DDR. 1952 wurden die Länder der DDR aufgelöst und in 14 kleinere Bezirke aufgeteilt (Sachsen in Leipzig, Karl-Marx-Stadt und Dresden). Das Bundesland Sachsen wurde nach der Wiedervereinigung Deutschlands im Herbst 1990 wiedererrichtet.

Bevölkerung

Im Freistaat Sachsen werden hauptsächlich meißenische und lausitzische Dialekte gesprochen, die zu der ostmitteldeutschen Dialektgruppe gehören. In der Lausitz wird ein sorbischer Dialekt gesprochen.

Landesnatur

Zum Flachland gehören vor allem die Leipziger Tieflandbucht südlich von Leipzig und die Niederlausitz bzw. Oberlausitz im Nordosten. Das Hügelland weiter südlich mit seinen weitflächigen Lößablagerungen (Lößhügelland) und der damit verbundenen hohen Bodenqualität geht auf die Endmoränenbildung zurück. Die sächsischen Mittelgebirge gliedern sich von West nach Ost durch eher unscharfe Grenzen. Im Südosten Sachsens erstreckt sich das eigentlich bis nach Bayern reichende Vogtland mit dem Erzgebirgsbecken als Nordgrenze und dem Elstergebirge im Südosten. Nach Westen folgt die Pultscholle des Erzgebirges. Mit 1.215 m ist der Fichtelberg die höchste Erhebung Sachsens. Das sächsische Elbland trennt das Erzgebirge nach Nordosten vom Lausitzer Bergland und Zittauer Gebirge ab.

Wirtschaft

Die sächsische Wirtschaft hat nach der Wiedervereinigung der beiden Teile Deutschlands einen starken Strukturwandel erlebt. Heute steht Sachsen mit Thüringen auf den Spitzenplätzen der ostdeutschen Wirtschaft.

Fremdenverkehr

Sehenswert in Sachsen sind das Neuseenland südlich von Leipzig, das Sächsische Hügelland, die Wermsdorfer Heide, die Sächsische Weinstraße von Pirna über Dresden und Meißen nach Diesbar-Seußlitz und der Jakobsweg (Via Regia) von Görlitz nach Eisenach sowie das Fichtelgebirge. Beliebte Ausflugsziele sind das August-Horch-Museum, das Jagdschloss Augustusburg, Schloss Rochlitz>, die Festung Königstein, Schloss Colditz und der Musikwinkel.

Sport

Zu den bekannten Namen im sächsischen Sport zählen ESC Dresdner Eislöwen, Lausitzer Füchse, FC Erzgebirge Aue, Chemie Leipzig, VfB Leipzig, Dynamo Dresden, 1. FC Lokomotive Leipzig, Chemnitzer FC. Eine weitere sportliche Attraktion ist der Sachsenring.

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