Rheinland-Pfalz grenzt im Norden an
Nordrhein-Westfalen, im Osten an
Hessen und
Baden-Württemberg, im Süden an die
Karte von Frankreich und das
Saarland, und im Westen
an
Karte von Belgien und
Karte von Luxemburg. Die Landeshauptstadt ist Mainz. Das Bundesland Rheinland Pfalz
umfasst den linksrheinischen Teil von der oberrheinischen Tiefebene über Haardt, Pfälzer Bergland, Hunsrück bis zum Nordrand der Eifel und greift über den
Rhein nach Osten bis auf den Westerwald.
Geschichte von Rheinland-Pfalz
Im Altertum gehörte der größte Teil des Landes zu Gallien. Trier war in der Spätantike Hauptstadt der Provinz Belgica prima und zeitweise eine der Hauptstädte
des Gesamtreiches. Auf dem Gebiet des heutigen Bundeslandes Rheinland-Pfalz stand Martin Luther 1521 vor dem Reichstag zu Worms, wurde vor den versammelten
Fürsten und Reichsständen verhört und letztmals zum Widerruf aufgefordert, den er ablehnte und daraufhin durch das Wormser Edikt geächtet wurde.
Auf dem Hambacher Schloss bei Neustadt an der Weinstraße feierten 1832 viele Tausend freiheitsliebende Bürger aus allen Teilen Deutschlands das "Hambacher Fest".
Inzwischen gilt diese Demonstration als Meilenstein auf dem Weg zur Deutschen Einheit.
Im Juli 1948 fand im Berghotel Rittersturz in Koblenz die Rittersturz-Konferenz statt, die auch als Geburtsstätte der Bundesrepublik Deutschland bezeichnet wird.
Rheinland-Pfalz wurde durch die französische Militärregierung am 30. August 1946 aus Teilen der Rheinprovinz, Teilen von Hessen und der bayrischen Pfalz gebildet.
Abtretungen kleiner Gebietsteile 1947 an das Saarland und 1949 an Belgien, Luxemburg und Frankreich.
Bevölkerung in Rheinland-Pfalz
Die Bevölkerungsmischung aus eingewanderten Römern und romanisierten Kelten blieb auch nach der fränkischen Eroberung bestehen. Ihre Sprache, das Moselromanische,
hielt sich bis ins hohe Mittelalter an der Mosel. In der Völkerwanderung besiedelten Alemannen und Franken diesen Landesteil. Aus der Vermischung entstanden
verschiedene Variationen des Pfälzischen. Durch die jahrhundertelange Tradition der Auswanderung aufgrund von Armut oder religiösen Überzeugungen bildete das
Pfälzische die Grundlage für verschiedene auslandsdeutsche Mundarten.
Landesnatur in Rheinland-Pfalz
Rheinland-Pfalz umfasst im Norden vom rheinischen Schiefergebirge den Hunsrück, die Eifel, den westlichen Westerwald, den nordwestlichen Teil des Taunus und im Süden das
rheinhessische Hügelland, das Pfälzer Bergland, den Pfälzer Wald und einen Teil der oberrheinischen Tiefebene. Höchster Berg ist der Erbeskopf (816 m).
Durch Rheinland-Pfalz fließen Rhein, Mosel, Saar und Lahn; weitere bedeutende Flüsse sind Nahe, Sauer, Our, Glan und Sieg.
Rheinland-Pfalz Wirtschaft
Landwirtschaft und Obstbau, Weinbau, Braunkohle (im rechtsrheinischen Landesteil), Textilindustrie in Kaiserslautern, chemische Industrie um Ludwigshafen am Rhein,
Tonwaren im Kannebäckerland. Rheinland-Pfalz ist Zentrum des Weinanbaus und der Sektkellereien von Deutschland. Landwirtschaft spielt vor allem im rheinhessischen Hügelland
und im oberrheinischen Tiefland eine Rolle. Forstwirtschaftlich bedeutsam sind der Pfälzerwald, der Hunsrück und der Westerwald.
Fremdenverkehr in Rheinland-Pfalz
Zu den Attraktionen in Rheinland-Pfalz zählen der Dom zu Speyer, das römische Trier (Porta Nigra, Amphitheater, Kaiserthermen, Konstantinbasilika), der Dom und die
Liebfrauenkirche, die Kulturlandschaft "Oberes Mittelrheintal" zwischen Koblenz und Bingen, die Loreley und die Festung Ehrenbreitstein in Koblenz.
Sport in Rheinland-Pfalz
Im rheinland-pfälzischen Fußball spielen der
1. FC Kaiserslautern und der
1. FSV Mainz 05 in der Fußball-Bundesliga. Im Motorsport wurde auf dem Nürburgring der Grand-Prix der Formel 1 von Europa ausgetragen.
Seit 2002 findet in Trier und Umgebung jährlich ein Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft statt.